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Angelockt vom Glockenspiel des West- turmes des Rathauses zu Duderstadt,
erblickt man den Anreis (urpsr. Andreas), der dem Besucher von der Turmluke aus zunickt.
Einer alten Legende nach zog er im 15. Jhdt. durch das Land und baute dabei die hiesige
Stadtbefestigung.
Das historische Gebäude soll alten Überlieferungen nach zwischen dem 13. und 16. Jhdt.
errichtet worden sein und zählt zu den schönsten Rathäusern Deutschlands.
Damals diente es den reichen Kaufleuten als Verhandlungsort, wurden
Schnäpp- chen gemacht und so mancher wurde hier sehr reich.
Heute werden seine Räumlichkeiten
als Dienstgebäude genutzt und Entschei- dungen für das Wohl der Einwohner getroffen.
Das Rathaus besitzt, wie das in Werni- gerode, einen Fachwerkaufbau, der mit kunstvollen Schnitzereien
versehen ist.
Sehenswert ist aber auch die Salz- kammer im Inneren, in welcher eine sehr wertvolle Sammlung alter
Schriftstücke ausgestellt wird.
Wem beim Anblick einer Streckbank nicht übel wird, der kann die alte Folterkammer
besichtigen, in der so manch armer Schlucker sein Leben ließ.
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