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Hexen und Teufel Die Teufelsbutter
Früher galt das "Buttern" im Harz als eine der traditionsreichsten Handwerke der Bauersfrauen. Ein jede machte ihre eigene Butter mit dem Rezept, das schon über mehrere Generationen hinweg in der Familie weitergegeben wurde.

In Wildemann gab es einmal eine Frau, die nur darauf bedacht war, so viel Geld wie möglich aus ihrer Butter zu schlagen. Deshalb ging sie einen Pakt mit dem Teufel ein, der ihr einen Beutel gab, den sie unter das Butterfaß legen sollte. Gesagt, getan. Und schon quoll das Faß voll Butter über.

Die Tochter der Frau lies keine Gelegenheit verstreichen, um alles weiterzutratschen, was sie irgendwo hörte. Und so rannte sie auch gleich zur Nachbarin, um ihr von dem eigenartigen Beutel zu berichten.

Diese wollte alles mit eigenen Augen sehen und so holte die Tochter den Beutel aus dem Haus. Als die Nachbarin es schließlich mit eigenen Augen gesehen hatte, versprach sie, nichts der Mutter zu sagen und gab den Beutel zurück.

Kaum hatte die Tochter das Haus der Nachbarin verlassen, da zischte es und qualmte der ganze Raum in allen Ecken. Der Teufel wars und wollt die Hälfte der Butter. Die Nachbarin aber willigte zu diesem Pakt nicht ein. Zornig sties sie der Teufel voran und warf ihr ein Stück Butter ins Gesicht. Alsbald verschwand er wieder.

Von nun an erkrankte die Nachbarin und fieberte. Langsam schwanden ihr die Sinne und der Tod nahm sie hinweg. Auf ihrem Gesicht aber hatte sich der Teufel verewigt - es war kohlrabenschwarz.