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So gab es einst in Osterode eine Magd, die angeklagt wurde, einen Ring ihres Herrn entwendet zu haben. Sie jedoch beteuerte unter Tränen ihre Unschuld. Doch sowas war allseits bekannt - ging es um Leben und Tod, da besann sich ein jeder der Tugenden. Das Gericht sah daher keinen Grund, warum es der Magd und nicht ihrem Herrn glauben sollte. Alsbald ward ihr Tod durch den Strang beschlossen.
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