|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Zurück zur Auswahl |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
Bizarre Felsen findet man bei Thale, wo sich Satan und Hexe "Gute Nacht" sagen. Hier liegt der "Hexentanzplatz", der den Handlungsort so mancher Sage bildet. Eine davon handelt von der kleinen Hilda, die auf dem Weg war, um Heilkräuter zu sammeln. Doch hört mehr ...
|
|
|
|
Längst warfen die dunklen Tannen gewaltige Schatten, zischte der Wind in den Wipfeln und begann der Mond am Himmel zu steigen und sein fahles Licht über die einsamen Lichtungen zu werfen. In Mitten der unheimlichen Bergwelt suchte die kleine Hilda ihren Weg nach Hause, denn es war schon Zeit für das Abendmahl.
Mit einem mal gewahrte sie einen hellen Lichterschein. Voller Angst begann sie den Weg entlang zu hasten, fortwährend über alte Farne und Baumwurzeln stolpernd, mit der Nase voran.
|
|
|
|
|
|
 |
Könnte sie doch nur das unheimliche Licht abschütteln, das sich, bei hellerem Licht bestimmt als Katzenaugen ausmachen lassen würde. Was sollte es wohl sonst sein?
|
|
|
|
Kein Fauchen verriet Angriffslust. Atemlos verhielt Hilda und vernahm eine menschliche Stimme, die ihr zurief, "sie solle sich nicht fürchten", "sie werde ihr Kenntnis über all die vielen Heilkräuter des Waldes vermitteln".
Hilda erahnte drolle Boshaftigkeit und stürzte weiter, den Weg entlang, bis sie schließlich erkannte, daß ihr die Hexe Watelinde auf den Fersen war. "Nun aber nichts wie weg!" dachte sie und rannte voller Unabsicht auf den Hexentanzplatz. Sie war in die falsche Richtung gelaufen!
|
|
|
|
Hilda fing an, wie von Sinnen nach des Herrn Hilfe zu schrein, worauf ein Sturm entfachte und Blitze wie wilde Bestien durch die Lüfte zuckten. Voller Angst kauerte sich unsere kleine Hilda an den Boden und wartete darauf, von der Hexe gefaßt zu werden.
Doch just in diesem Moment geriet diese in den orkanartigen Sturmwirbel und wurde mit solcher Wucht an den Felsen geschleudert, daß sie auf der Stelle versteinerte.
Völlig erschöpft, aber frohen Mutes tastete sich Hilda den Berg hinab und war froh, als sie den flackernden Kerzenschein in der Stube ihrer Eltern erblickte.
|
|
|