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Gott hatte ein Einsehen und so wards geschehn. Der Bergmönch gab den Bergmännern Brennmaterial, wenn ihre Lampe erlosch oder verschenkte einen Brocken Gold, wenn die Familie nicht genug zu essen für die Kinder hatte. Andere rettete er aus der Bergnot oder warnte sie vor Einsturzgefahr. Die Leute munkelten, daß wenn man über ihn und seine Taten sprach, eine unsichtbare Kraft eine Maulschelle verteilte und man tod zu Boden fiel. So soll er einem rechthaberischen und raffgierigen Steiger im Schacht aufgelauert und ihm den Kopf zerquetscht haben.
Eines Tages wollte eine alte Frau nach Golslar laufen um neues Geschirr zu kaufen, daß sie ihren Enkeln schenken wollte. Wie sie auf dem Rückweg durch den dunklen Wald lief, da traf sie auf eine wilde Gesellschaft. Die Kerle aber beraubten sie ihres Geschirrs, für das sie all ihr Geld ausgegeben hatte und hetzten die Köter auf sie. So blieb ihr nur die Flucht.
Die Hunde verloren sie im Wald und sie fiel vor Erschöpfung zu Boden und schlief fest ein. Als sie erwachte, stand ein alter Greis vor ihr und versprach, den Schaden wieder gut zu machen. Alsbald verschwand er wieder. Als die Frau zu Hause ankam, da packte sie an Stelle der Scherben güldene Harztaler aus. Glückstrunken verbarg sie weinend ihr Gesicht in den Händen, kaufte sich und ihren Enkeln neues Geschirr und lebte fortan glücklich bis ans Ende ihrer Tage.
Wer weiß, vielleicht begegnest du dem alten Bergmönch ja auch einmal. Dann sei gefaßt und herzlich, sonst wird er dich strafen.
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