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Barbarossa
Barbarossa -
Legende und
Mythos zugleich
Friedrich Barbarossa, im Volksmund auch Kaiser Rotbart genannt, kehrte von einem seiner Kreuzzüge ins heilige Land nicht zurück. Es ging das Gerücht, daß er nicht tot, sondern in einen Berg gebannt sei, den Kyffhäuser. Hierher hat er sich bis zu seiner Wiederkehr selbst verflucht.

Mit seiner Krone sitzt er auf seinem Thron und schläft. Seit vielen Jahrhunderten wächst sein Bart nun schon durch die marmorne Tischplatte und hat sich schon zweimal herumgewickelt. Wenn er dreimal herumreicht, kommt der alte Kaiser wieder ans Tageslicht zurück.

Zwerg
Eine zweite Version gibt an, daß lediglich ein kleiner Zwerg den Kontakt zur Außenwelt hält und ihm von den unablässig krächzenden Raben berichtet, die den Berg umfliegen. Erst wenn ihr Geschrei nicht mehr zu hören ist und sie verschwunden sind, wird Barbarossa auferstehen und dem Land Frieden und Wohlstand wiedergeben.
Seit jeher verbinden die Menschen mit Barbarossa Reichtum. Es hieß, er gebe gerne von seinen Schätzen etwas ab, man braucht sich nur zu bemühen. So kamen viele, manchen wurde Einlaß gewährt, andere wiederum warteten vergeblich. Diejenigen aber, die in die Gunst Barbarossas fielen, wurden reich beschenkt, mußten dafür aber eine Weile in seinem Schloß bleiben. Während draußen die Uhr schneller lief, vergingen die Jahre hier nur sehr mühsam und wer dann wieder frei war, dem öffnete sich eine völlig fremde Welt. War das der so teuer erworbene Reichtum wert?