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Flaschen
Prost!
Einiges über Bier, Schnäpse und Liköre und warum das Köhler- Liesel aller Gerüchte zum Trotz ziemlich geistreich ist...
Die Harzer Getränke-Karte liest sich ähnlich bunt und abwechslungsreich wie die hiesige Speisekarte. Bekannte und weniger bekannte Spirituosen, Liköre, Brände und Biere kämpfen um die Gunst des Verbrauchers und werben mit allerlei vielversprechenden Namen und "geheimen" Zutaten.


Das beliebteste Getränk der Harzer ist natürlich das Bier. Und dann am besten das heimische. Schon im 14. Jahrhundert begann man zum Beispiel im Kloster Einbeck mit der "Brauerei" und tut das in diesem Ort auch noch bis heute. Weitere bekannte Harzer Biermarken sind das "Hasseröder" aus Wernigerode, das "Altenauer" aus - welche Überraschung - Altenau sowie das Seesener "Echt Sehusen´sch". Gebraut wird alles, was Hopfen und Malz so hergeben, die Palette reicht von Pils und Export über Doppel- und Maibock bis zum Malzbier und Harzer Urstoff. Ganz nebenbei: Das alkoholfreie "Clausthaler" besitzt zwar den Namen, wird aber in Hessen gebraut.
Hasseröder Bierdeckel
Baldrian Baldrian
Kräuterliköre
Getränkekollektion
Was wäre eine Gebirgsregion ohne einen richtigen Kräuterschnaps. So gibt es hier im Harz gleich eine ganze Anzahl verschiedenster Liköre, Schnäpse, Obst- und Kornbrände. Ob als Aperitif, "Verdauungsschnaps", oder Absacker vor dem Schlafengehen, man findet für jede Gelegenheit die richtige Spirituose.

Die Geschichte der Kräuterschnaps-Herstellung im Harz reicht fast bis ins Mittelalter zurück. Schon damals verfaßte man erste Rezepte für diverse Tinkturen und medizinische Trinkanwendungen auf Basis von Kräuterauszügen. Heutzutage sind solche Rezepturen allerdings ein streng gehütetes Geheimnis, nur die meißt sehr fantasievollen Namen lassen auf die verborgenen Fähigkeiten der Getränke schließen: "Brockenhexen-Flugbenzin", "Teufelsritt", "Harzer Grubenlicht", "Celler Ratzeputz", "Hexengeist", um nur einige zu nennen. Der bekannteste allerdings dürfte wohl der "Schierker Feuerstein" sein, der es seit seiner erstmaligen "Herstellung" im Jahre 1924 bis zu internationalem Ruf brachte. Eines haben jedoch alle Kräuter gemeinsam: Sie sind alle hochprozentig und geistreich (auch das oben erwähnte "Köhler-Liesel"), alle haben eine wohltuende Wirkung auf Magen und Seele und sind beliebt bei Alt und Jung.

Ebenso bekannt und begehrt wie Harzer Kräuterschnäpse sind die Klaren oder Kornschnäpse. Allen voran dürfte wohl der "Nordhäuser Doppelkorn" vielen Leuten ein Begriff sein. Aus Wöltingerode bei Vienenburg kommt der Wölti, der in der dortigen Kloster-Brennerei als Edelkorn destilliert wird und dem Nordhäuser getrost Paroli bieten kann.




Mit freundlicher Unterstützung der Harzer Köche