Header Schmalspurbahnen im Harz
Das Streckennetz

Auf dieser Seite wollen wir Sie zu einer kleinen Spazierfahrt mit einer der histo- rischen Schmalspurbahnen, die im Harz jeden Tag unterwegs sind, einladen.

  Brockenbahn
  Harzquerbahn
  Selketalbahn
  weitere Bahnen im Harz

Schon von weit her vernimmt man mancherorts das Schnaufen und Stöhnen der alten Dampfloks (Spurweite: 1.000 Millimeter), die auf Europas größtem Schmalspurnetz (131 km) täglich mehrere tausende Besucher durch die Harz- landschaft befördern.
Dabei streifen sie romantische Täler und bizarre Berglandschaften, benutzen über 400 Brücken und den einzigen Tunnel der Strecke zwischen der  Steinernen  Renne

und Drei Annen Hohne (70 m Länge).
Entlang der Schienen sieht man oft be- geisterte Menschen, die den schnau- fenden Dampfloks verträumt hinter- herblicken.
Doch das war nicht immer so, denn seit der Gründung der ersten Eisenbahn- gesellschaft im Harzer Raum 1886 gab es viele Probleme.
Zu nennen sind hier unter anderem die zwei Weltkriege, die Wirtschaftskriesen oder die Ernennung des Brockens zum Sperrgebiet.
Seit 1974 stehen die Harzer Schmal- spurbahnen, damals geführt durch die deutsche Reichsbahn, unter Denkmal- schutz und werden seit dem 01.02.1993 von der HSB GmbH, gegründet am 19.11.1991 durch Landkreise und Kommunen, betrieben.

 

Auskunft (Fahrpläne, Preise etc.)
unter:


Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB)
Friedrichstraße 151
38855 Wernigerode

Tel.: 03943 - 55 8 - 0
Fax: 03943 - 55 81 48

E-Mailhsb-wr@t-online.de
Internet www.hsb-wr.de





Brockenbahn

Die wohl bekannteste Schmalspurbahn des Harzes ist die Brockenbahn, die sich mühevoll die 14 km lange Strecke hinauf auf den höchsten Berg des Harzes quält.
Um den Brockenbahnhof auf einer Höhe von 1.025 m üNN zu erreichen, umrundet sie den Berg dabei etwa eineinhalb mal auf der "Brockenspirale".

Das ist eine beachtliche Leistung, da der Bahnhof seines Zeichens nach den höchstgelegenen Adhäsionsbahnhof in Deutschland darstellt.
Übersetzt heißt das: Die Bahn legt auf der Strecke zum Brocken, bei einer Steigung von 1 m auf 30 m Länge, den Weg ohne helfenden Zahnradantrieb nur durch Reibungskraft zurück.

Seit der Freigabe des Brockens für den regionalen Reisezugverkehr am 1. Juli 1992 fahren im Sommer täglich mehrere Züge durch die Kernzone des National- parkes Hochharz.

  Brockenbahn
Brockenbahn auf dem Weg zum Gipfel

Bild: Harzer Schmalspurbahnen GmbH
Anreise mit dem PKW   u.a. Schierke und Wernigerode
Anreise mit der Bahn   Bahnhof jeweils vor Ort





Harzquerbahn

Mit einer Streckenlänge von über 60 km fasziniert die Harzquerbahn ihre Fahrgäste und führt sie durch Weizen- felder bei Nordhausen, über weite Grünflächen im Harzvorland, hinein in das urwüchsige Gebirge, bis zum historischen Städtchen Wernigerode. Dabei muß man für eine Fahrt etwa 3 Stunden einplanen.

Der einzige Tunnel befindet sich auf dieser Strecke, die bereits seit dem 27. März 1899 in Betrieb ist. Er vervoll- kommnet die aufregende Fahrt durch steile Streckenabschnitte, enge Bögen und über robuste Brücken, die gesäumt sind von herrlichen Fichtenwäldern und bizarren Fels- wänden.

An der Station "Eisfelder Talmühle" kann man auf die Selketalbahn und am Bahnhof "Drei Annen Hohne" auf die Brockenbahn umsteigen.

  Harzquerbahn
997245-6 bei Ortsdurchfahrt

Bild: Harzer Schmalspurbahnen GmbH
Anreise mit dem PKW   u.a. Benneckenstein und Nordhausen
Anreise mit der Bahn   Bahnhof jeweils vor Ort





Selketalbahn

Die Selketalbahn ist die älteste der Harzer Schmalspurbahnen und verkehrt täglich siebenmal zwischen dem Anschluß zur Harzquerbahn ("Eisfelder Talmühle") und Gernrode. Dabei legt sie eine Strecke von 52 km zurück (den Teilabschnitt Alexisbad - Harzgerode mitgezählt).
Für viele Eisenbahnfreunde soll eine Fahrt mit ihr schöner sein, als mit der Harzquerbahn.
Dies begründet sich zum einen wohl nicht zuletzt im wunderschönen Selketal, das die Strecke zu beiden Seiten säumt. Zum anderen aber vielleicht auch in der Tatsache, daß mit den Loks 99 5906 und 99 6001 auf dieser Strecke Einzelexemplare unterwegs sind.

Einen weiteren Höhepunkt der Strecke bildet der kleine Ort Stiege. Hier befindet sich nämlich die kleinste Wendeschleife Europas, die die Herzen der Eisenbahnfans höherschlagen läßt.

  Selketalbahn
Doppelausfahrt bei Alexisbad

Bild: Harzer Schmalspurbahnen GmbH
Anreise mit dem PKW   u.a. Gernrode und Güntersberge
Anreise mit der Bahn   Bahnhof jeweils vor Ort






weitere Bahnen im Harz


  • Bimmel- & Schloßbahn

Sie sind die einzigen Bahnen, die nicht auf klassischen Schienen unterwegs sind. Man findet sie nur in Quedlinburg und in Wernigerode, wo sie ihren Fahrgästen die Stadt zeigen und sie zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten bringen.
In Quedlinburg fährt sie zum Dom mit seinem Domschatz, zum Schloßmuseum und zur Lyonel-Feininger-Galerie. Bei einer Fahrt durch Wernigerode geht es den Agnesberg hinauf zum romantischen Schloß.


  • Mansfelder Bergwerksbahn

Die Mansfelder Bergwerksbahn besitzt eine Spurbreite von 750 Millimetern und verkehrt zwischen Hettstedt (Eduard-Schacht) und Klostermansfeld (bei Mansfeld). Seit 1882 ist sie in Betrieb und verband in der Vergangenheit, mit einer Gesamtlänge von 90 km, die wichtigsten Bergwerke und Orte der hiesigen Region.
Nach der Stillegung und dem Rückbau der Strecke dient heute lediglich ein Teilabschnitt der Strecke (Klostermansfeld - Hettstedt und Helbra - Bockstal) als Museums- eisenbahnstrecke.


  • Rübelandbahn

Auf einer Strecke von 23,5 km fuhr die Rübelandbahn bis Ende August 2000 zwischen Blankenburg und Königshütte. Jetzt ist der Abschnitt nur noch bis Elbingerode befahren.
Sie wurde bereits 1875 errichtet und bringt seit jener Zeit täglich viele Besucher zu den weit bekannten "Rübeländer Tropfsteinhöhlen" und dem "Blauen See".