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Einen kleinen Abriß der Geschichte des Harzes möchten wir Ihnen
mit dem Inhalt dieser Seite liefern.
Grob aufgeführt ist nur der kleine Ausschnitt vom Beginn unserer Zeit- rechnung bis in die
Gegenwart.
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Zu Beginn unserer Zeitrechnung wurden erste Kontakte mit germanischen Stämmen urkundlich durch die
Römer belegt. Zu jener Zeit waren Teile des Harzes von Hermunduren, Chatten und Cheruskern besiedelt.
Die höhergelegenen Regionen wurden jedoch bis in viel spätere Zeit wegen
ihrer Unwirtlichkeit
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und des rauhen Klimas gemieden.
Nach der Schlacht im Teutoburger Wald (9 n. Chr.), in welcher die Legionen des Quintilius Varno durch
die Mannen von Hermann dem Cherusker geschlagen wurden, blieb der Harz lange Zeit vom römischen Einfluß
unberührt.
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531 wurde das weit von Südosten bis zur Oker reichende Thüringer Reich durch das, mit den Franken
verbündete, Sachsen zerschlagen.
Im Jahre 919 wurde der bis 936 regie- rende Heinrich I. in Fritzlar zum König ernannt. Unter ihm wurden
sowohl die anstürmenden Ungarn, Dänen und Slawen abgewehrt, als auch Lothringen ein- genommen.
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Heinrich löste während seiner Amtszeit die
Reichspolitik von der Kirche los,
blieb sein Leben lang vom Papst ungesalbt und ließ stattdessen über das ganze Land
verteilt Trutz- und Schutz- burgen errichten.
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Heinrich I.
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Nach Heinrichs Ernennung zum Kaiser
wurde der Harz zum Kerngebiet des Deutschen Reiches, dessen Unteilbarkeit
festgeschrieben war. Die Stadt Qued-
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linburg wurde durch Heinrich gegründet.
In nachfolgender Zeit wurden im Harz reichhaltige Erzvorkommen entdeckt, welche den Harz immer wieder
zum Schauplatz der Machtkämpfe zwischen Saliern, Welfen, Staufern und Askaniern machten.
Nach dem Tode Heinrichs I. folgten ihm Otto I., Otto II. und Heinrich II.-IV., welche den Bau von Burgen
und Pfalzen (z.B. Goslar, Bad Gandersheim) voran- trieben. Quedlinburg wurde zur Kaiser- stadt ernannt und
stellte jahrelang die Residenz des jeweiligen Landesherrn dar.
Während der Jahre der großen Königs- und Kaisergeschlechter galt der Harz als Reichsbannforst. Es durfte
zwar Holz gesammelt, doch weder Holz geschlagen, noch gejagt werden. Diese Privilegien oblagen einzig
und allein dem Kaiser oder König und später den jeweiligen Ter- ritorialfürsten. Auf diesen Zeitraum ist
auch der Bau von Jagdhöfen (z.B. Hasselfelde, Bodfeld) zurückzuführen.
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Bis zur Entdeckung reicher Erzvorkommen war der Oberharz nicht besiedelt. Die Unwirtlichkeit der Region
und rauhe klimatische Verhältnisse sorgten hierfür.
Erst gegen 1200 wurde in ersten Urkunden über Siedlungen zum Zwecke des Erzabbaus und der Verhüttung
berichtet.
Durch Vergabe großzügiger Privilegien, welcher der Bevölkerung des umliegenden Tieflandes verwehrt
blieben, erhofften die Welfenherzöge, Bergleute zum Abbau der wertvollen Metalle und Minerale in den
Harz locken zu können. Die Bergfreiheiten beinhalteten für damalige Verhältnisse geradezu
unglaubliche Zugeständnisse:
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Es gab unter anderem Steuerfreiheit, abgabefreies Bauen, kostenloses Holz und viele
andere Vorteile.
Vor allem Bergleute aus dem Erzgebirgs- bereich siedelten sich hierauf in Scharen im Harz an. Hierauf läßt
sich auch die Herausbildung einer eigenen Harzer Mundart beziehen, die sich wie eine Sprachinsel aus dem
umgebenden Niederdeutsch heraushob.
Aus dem intensiven Bergbau und dem damit verbundenen großen Bedarf an Holz zur Verhüttung resultiert
auch die starke Abholzung und teilweise Wiederauf- forstung mit schnellwüchsigen Mono- kulturen.
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Zu Zeiten der Weimarer Republik kam es zu heftigen Kämpfen zwischen
kommunis-
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tischen Bergarbeitern und Nationalsozialisten - besonders in der Mans- felder
Region.
1931 wurden durch die von Hitler geführte "Nationale Opposition", die als Harzburger
Front bekannt wurde, der Rücktritt der Regie-
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Adolf Hitler
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rung und die Auflösung des Reichstages
gefordert. Der Bund brach jedoch, als
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Deutsch-Nationale bei der Wahl zum Reichspräsidenten den "Trommler" Hitler ablehnten.
Im Laufe der NS-Diktatur wurde nicht nur das bei Niedersachswerfen gelegene und heute noch
zugängliche Konzentra- tionslager Dora errichtet, sondern auch in mit massivem Einsatz von
Zwangs- arbeitern angelegten Gipsstollen nördlich von Nordhausen die Produktion von V-Waffen
aufgenommen, denen Hitler irrtümlich die entscheidende Wendung im Kampf gegen die Alliierten
voraussagte.
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Als 1945 das Dritte Reich kapitulierte, besetzten Amerikaner und Briten den Harz. Aufgrund der
Alliiertenverein- barungen mußten sie jedoch den russischen Truppen weichen.
Die 40 Jahre währende Teilung in Ost und West war im Harz durch seine Grenzlage besonders stark
spürbar.
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1990, nach der deutschen Wieder- vereinigung, wurde der Harz wieder zum landschaftlichen Herz
Deutschlands. Im Schutze der Grenzanlagen entwickelte sich über ein halbes Jahrhundert hinweg eine
fast unberührte Wildnis, die viele schützenswerte Pflanzen und Tiere beherrbergt.
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